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Infopavillon Ettlinger Tor, Karlsruhe

Art Realisierungswettbewerb, 2008
Ort Karlsruhe
Auslober Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH
Bearbeiter H. Baurmann | M. Dürr | N. Schmidt
Modellbau C. Gaiser | S. Roth
Platzierung 2. Rg

Einem Tatzelwurm gleich schiebt sich der Pavillon zwischen den Bäumen hindurch, um sich schließlich in die Höhe zu stemmen, als Zeichen in der Stadtlandschaft, als Aussichtsplattform für die Besucher, um einen Überblick über die Bauarbeiten am Ettlinger Tor gewinnen zu können. Damit bedient das „Tier“ neben der städtebaulichen mehrere metaphorische Ebenen.

Das Innere der röhrenartigen Konstruktion gemahnt an den Tunnel, in dem die Straßenbahn fahren wird; erst am Ende der Röhre, am höchsten Punkt, wird der Besucher der Ausstellung in die Realität der Baustelle entlassen.

Das Raumfachwerk aus Stahlbindern ist von einer transluzenten Hülle aus prismatisch angeordneten Doppelstegplatten umgeben, die einen dynamischen Innenraum erzeugen. Trotz der expressiven Faltung strahlt das Innere der Konstruktion durch seine Lichtstimmung große Einfachheit und Ruhe aus. Der röhrenartige Körper ist als Ausstellungsraum hervorragend geeignet, den linearen Prozess der Baustelle eines Tunnels zu illustrieren.

Über eine sanft ansteigende Rampe mit Café wird der Pavillon von Südosten her betreten. Die Ausstellung begleitet den Besucher kontinuierlich bis zur Rolltreppenanlage, die statt in die Tiefe des Tunnels in die lichte Höhe der Baumwipfel führt.

Während der Ausstellungsparcours rund um die Uhr betreten werden kann, sind Teilräume wie Café, Büro oder Veranstaltungsraum durch gläserne Trennwände abschließbar. Oben angekommen, erwartet den Gast Licht am Ende seines Weges in Form einer großartigen Übersicht über die Baumaßnahmen rund um das Ettlinger Tor. Der Rückweg führt entweder durch die Ausstellung zurück oder – rascher – per Fahrstuhl direkt ins Freie.

Nachts glüht der Wurm geheimnisvoll, bei Tag taucht die ephemere Hülle das Innere in eine gleichmäßig gedämpfte Helligkeit. Unterschiedliche Lichtszenarien lassen den Pavillon zu einer Bühne zwischen Erde und Himmel, zwischen Idee und Realisierung werden.