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Erweiterung Waldschule, Karlsruhe-Kirchfeld

Art Mehrfachbeauftragung, 2011
Ort Karlsruhe-Kirchfeld
Auslober Stadt Karlsruhe
Bearbeiter H. Baurmann | M. Dürr | S. Leisinger | M. Becker
Visualisierung Stuchlik 3D
Modellbau werkplan
Platzierung

3. Rang

Publikationen competitionline 26.10.2011

Die Waldschule besteht momentan aus zwei unterschiedlichen Schulen, die auch baulich klar voneinander getrennt sind. Aufgabe ist es, weitere Nutzungen, wie einen Kinderhort und großzügige Mehrzweckbereiche sowie mehrere Kurz- und Klassenräume hinzuzufügen.

Die Erweiterung in einem separaten Baukörper, der nur über einen gedeckten Gang mit den anderen Baukörpern verbunden wird, haben wir rasch verworfen. Zum einen werden die eigentlichen Probleme der Schule, wie der fehlende gemeinsame Eingang, der Zugang zu den Pausenflächen und die behindertengerechte Erschließung des Bestands, nicht gelöst, zum anderen wird die Schule städtebaulich zu einer Ansammlung von Einzelgebäuden, die dem Namen „Waldschule“ als Ensemble nicht gerecht werden können.

Mit der Platzierung des Baukörpers zwischen beide Bestandsgebäude bekommt die Schule ein neues Herz. Der neue Verbindungsbau vereint die Bauten zu einem Ensemble, ohne die lineare Struktur der Einzelgebäude zu zerstören. Durch die geschickte Anwendung des Split-Level-Prinzips konnten die unterschiedlichen Niveaus ausgeglichen werden. Der neue Zugang führt die Schüler ohne aufwändige Treppen- oder Rampenanlagen in das zentrale Gebäude, innen überbrückt man wie selbstverständlich den Niveausprung im Foyer.

Der sich zur Pausenhalle öffnende Mehrzweckbereich bildet das neue Herz der Waldschule. Die beiden Säle können zu einem gemeinsamen Forum zusammengelegt werden; hier isst man mittags gemeinsam oder feiert Schulfeste zusammen. Abends oder am Wochenende können Vereine den Bereich nutzen, er kann problemlos getrennt erschlossen werden.

Die den Pausenflächen vorgelagerte überdeckte Pausenhalle schafft einen allmählichen Übergang von außen nach innen. Die anschließenden Stufen, aufgelockert durch Sitzgelegenheiten, und die seitlich liegende Rampe führen die Kinder zu den Spielbereichen. Das gesamte Konzept der Erweiterung basiert auf der optimalen Zuordnung der Funktionen im Inneren und Äußeren, wie die getrennte Erschließung von Hort und Schule, der externen Nutzung des Mehrzweckbereichs, die Zuordnung des Mehrzweckbereichs zur Pausenhalle und den Freibereichen, und es nutzt die Synergien, wie den gemeinsamen Eingang, die behindertengerechte Erschließung, die gemeinsam genutzten Sanitärbereiche und die eine gedeckte Pausenhalle für beide Schulen.

Durch eine dreibündige Anlage im Erdgeschoss, Horträume – Nebenräume – Mehrzweckbereich, und einer Ausweitung dieses Systems zu einer Atriumanlage im Obergeschoss werden alle Bereiche flächensparend miteinander verknüpft. Beide Treppenhäuser können durch die Runderschließung auf kürzestem Wege erreicht werden und garantieren eine schnelle Flucht aus dem Obergeschoss des Gebäudes.

Das Container-Provisorium für den Schülerhort kann während der Bauzeit bestehen bleiben, ebenso bleibt das Hausmeisterhaus erhalten; auch der Technikgang im Untergeschoss kann weitergenutzt werden. Beide Schulen können auch während der Bauzeit gefahrlos erschlossen werden. Durch die geringe Hüllfläche dürfte der Entwurf im günstigen wirtschaftlichen Bereich liegen.