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Kirche und Gemeindezentrum St. Peter, Stuttgart

Art Realisierungswettbewerb, 2015
Ort Bad Cannstatt
Auslober Kath. Kirchengemeinde St. Peter, Stuttgart
Bearbeiter M. Dürr | H. Baurmann | T. Quynh | K. Basfeld | P. Bertlein
Visualisierung E. Wasilewska
Modellbau A. Fofana
Platzierung

2. Preis

Publikationen competitionline 18.02.2015

Das Grundkonzept für den Neubau des Kirchen- und Gemeindezentrums St. Peter mit angeschlossener Kindertagesstätte nimmt Bezug auf die topographisch exponierte Lage des Baufeldes auf einer Anhöhe. An der Winterbacher Straße gelegen, soll gemeinsam mit der Stiftung Liebenau ein neues Quartierszentrum mit eher städtischem Charakter entstehen, während die nördliche Seite des Baufelds von Kleingärten und schmalen Fußwegen geprägt ist. Damit ergibt sich für das Baufeld eine Zweiseitigkeit mit städtischem wie auch landschaftlichem Kontext.

Der mäandrierende, flache Neubau entwickelt sich von Norden auf die Anhöhe, um am totographisch höchsten Punkt mit dem Kirchenvolumen seinen Hoch- und Endpunkt zu finden.

Der Hochpunkt bildet für die fußläufige Anbindung von Norden, wie auch für die Straßenanbindung über die Winterbacher Straße den ersten Orientierungspunkt, von dem aus die verschiedenen Nutzungen des Ensembles erschlossen werden können. Durch das Mäandrieren umfasst das Gebäudevolumen zwei Außenräume mit unterschiedlichen Atmosphären. Auf der nord-westlichen Seite bildet sich der landschftliche Außenspielbereich der Kindertagesstätte; zur Stiftung Liebenau hin entsteht ein kleiner Hof, der als Entreé den Auftakt in das neue Kirchen- und Gemeindezentrum darstellt.

Der Hof ist Teil der Inszenierung eines schneckenförmig angelegten Weges, der, am Parkplatz beginnend, über das Gemeindefoyer entlang des Kreuzgangmosaiks führt und seinen Höhepunkt im Kircheninneren findet. Schritt für Schritt begibt sich der Besucher in die Geborgenheit und Stille des Kirchenraumes. Das asymemetrich ansteigende Dach der Kirche, wie auch die leicht gekrümmte, von Streiflicht gesäumte Innenwand folgen der Bewegungsfigur bis zum Altar. Die Beschränkung auf wenige Materialien trägt zu einer transzendierenden und ruhigen Raumwirkung bei.

Der Blick auf den Altar ist von jedem Platz aus uneingeschränkt möglich, auch bei einer Erweiterung um die beiden Gemeinderäume, die sich stufenweise dem Kirchenraum zuschalten lassen. Das Gemeindefoyer mit Garderobe, Kaffeeausgabe und Toiletten, wie auch der gesamte Betrieb der Kindertagesstätte, funktionieren unabhängig voneinander, sodass Stille und Konzentration im sakralen Bereich bei maximaler Flexibilität der übrigen Nutzungen gewährleistet ist.

An die Raumfolge von Hof und Gemeindefoyer schließt sich das Foyer der Kindertagesstätte selbstverständlich an. Hier ist sowohl der gemeinsame Ort des Ankommens und Abholens von Kita und Krippe mit Elterncafé und Essbereich der Kinder mit Ausblick in die Landschaft, als auch der Zugang in den Mehrzweckraum und in den Außenspielbereich über eine großzügige Landschaftstreppe. Krippe und Kita sind jeweils über ein Halbgeschoss vom gemeinsamen Foyer geteilt. Die Gruppen- und Ruheräume reihen sich linkerhand entlang eines weiten Spielflures und orientieren sich zur ruhigen Gartenseite, während sich die Bildungsbereiche im oberen Geschoss mit großen Kastenfenstern in Richtung Osten öffnen und als "Schaufenster" das Kita-Leben repräsentieren.