ProjektbildProjektbildProjektbildProjektbildProjektbildProjektbildProjektbildProjektbild
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche

Soziales Zentrum Thomaskirche, Freiburg

Art Realisierungswettbewerb, 2014
Ort Freiburg
Auslober Ev. Kirche in Freiburg
Bearbeiter H. Baurmann | M. Dürr | I. Schichel | K. Basfeld | P. Bertlein | T. Nitschke in Arbeitsgemeinschaft mit di. Architekten Ingenieure
Visualisierung photoreal
Modellbau Hermel
Außenanlagen B. Meier
Platzierung

2. Rg

Publikationen wettbewerbe aktuell 22.11.2014

competitionline 26.11.2014

Unsere Antwort auf die vielfältigen Anforderungen und komplexen funktionalen Beziehungen der gestellten Wettbewerbsaufgabe ist ein einfacher, klarer Baukörper als hochfunktionaler Stadtbaustein. Er integriert den bestehenden Kirchenraum vollständig und nimmt - bis auf den Kindergarten - sämtliche Bereiche des neuen Zentrums in sich auf.

Ihm zur Seite fügt sich der schlanke, zweigeschossige Holzbau des Kindergartens dergestalt, dass eindeutige, in sich abgeschlossene Freibereiche ausformuliert werden - ein Quartiers- und Kirchplatz zur verkehrsreichen Tullastraße hin und ein Spielbereich zur kleinteiliger bebauten Jägerstraße.

Dem ehemaligen Kirchenraum kommt dabei die Rolle einer großzügigen Zentrumsmitte zu. Er wird durch die Erschließung über alle Etagen etwa mittig geteilt und trennt das hallenartige Foyer, in das ein Tagescafé integriert ist, vom Gemeinderaum mit den bestehenden Betonglasfenstern. Er bleibt als geistiges Zentrum der Anlage über alle Geschosse stets präsent und wird durch gezielt gesetzte Fensteröffnungen für Bewohner und Besucher erlebbar. Dabei spielt die Umkehrung der ursprünglichen Lichtführung bei Tag eine zentrale Rolle. Einzelne Deckenkassetten werden durch Oberlichter ersetzt. Das Licht wird dadurch von oben in den ehemaligen Kirchenraum geführt. Über die bestehenden Betonglasfenster und die neu gesetzten Fensteröffnungen dringt das Licht in die Flure und Aufenthaltsbereiche des Gebäudes.

Das Pflegeheim ist in den 3 Obergeschossen organisiert. Pro Geschoss legen sich 26 Bewohnerzimmer windmühlenartig um ein Zentrum, die sich in 2 Gruppen mit jeweils 13 Bewohnern aufteilen. Die Aufenthaltsräume mit dem vorgelagerten Balkon liegen zum belebten Platz. Die Funktionsräume sind zentral angeordnet, um kurze "Arbeitswege" zu generieren. Insgesamt entsteht ein kompakter Grundriss, der durch seine differenzierte Belichtung sehr unterschiedliche Atmosphären entwickelt.

Das Pflegeheim sitzt auf einem Sockel, der alle öffentlichen Funktionen aufnimmt und die Eingänge von Gemeinde, Wohngemeinschaft, Tagespflege, Pflegeheim und Kindergarten zusammenbindet. Dabei spielt der neue Platz als Aufweitung im Straßenraum eine wichtige Rolle. Er gibt den notwendigen Stadtraum frei für einen großzügigen Zugang über den Platz mit Aufenthaltsqualitäten.

Die Fassaden des Stadtbausteins spiegeln durch ihre horizontale Teilung die Vielschichtigkeit des Gebäudes wieder. Der Kindergarten mit seiner vertikalen Holzfassade daneben bleibt als eigenständiger Baukörper erkennbar. Die Aufnahme dieser vertikalen Holzlamellen im Sockel des Stadtbausteins bindet beide Gebäude zusammen.