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Ev. Gemeindezentrum, Wiesloch

Art Mehrfachbeauftragung, 2013
Ort Wiesloch
Auslober Ev. Kirchengemeinde Wiesloch
Bearbeiter H. Baurmann | J. Hakenjos | M. Wasag | E. Prießnigg | V. Heid
Modellbau werkplan
Publikationen wettbewerbe aktuell26.06.2013

competitionline 18.07.2013

Das Gemeindezentrum Wiesloch hat, wie viele Bauten dieser Art, eine Doppelfunktion: es soll Versammlungsort sein, geistiges wie bauliches Zentrum der Gemeinde, nach innen gerichtet, und zugleich soll es ein offener, einladender Ort sein für alle Mitmenschen und Bürger der Stadt, auch für Angehörige anderer Konfessionen.

Es soll also nach innen wie nach außen wirken, es soll Heimat sein und offen für Fremde, es hat eine öffentliche und eine fast private Seite.

Daher halten wir den Standort für eine glückliche Wahl, spiegelt er doch diese Gegensätze: Stadteingangstor und damit Übergang von der Kernstadt in die freiere Umgebung, Blockrand versus offener Bauweise, mit vielfältigen Bezügen bis hin zum gegenüberliegenden katholischen Gemeindezentrum. Ein Stadtbaustein, dessen Kante den Verauf der alten Stadtmauer abbildet und sich damit in die lange Tradition des Ortes einreiht.

Unser Entwurf versucht, diese und weitere Themen in einem Baukörper größtmöglicher Homogenität zu vereinen: ein Blockrand als Hofanlage, ein Baukörper, aber drei Flügel, organisiert wie eine kleine Stadt, in der Mitte der gemeinsame Hof, der zugleich eine öffentliche Durchwegung bietet. Eine strenge Form nach außen, eine weiche Fassade nach innen, alles verbindend der Kastanienbaum im Zentrum der Anlage.

Der große Gemeindesaal: nicht das Zentrum des Ensembles, sondern ein Teil desselben, mit Empore und vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung. Der Verwaltungstrakt- ein offenes, ein freundliches Haus, auf der Hofebene der Werkraum und der Jugendbereich, separat erschließbar, darüber eine Gemeindeleitung. Dazwischen, als Brückenschlag, die Gemeinderäume für kleinere Veranstaltungen.

Ein Gemeindezentrum als klares Bekenntnis zur Stadt und ihren Bürgern ist neben Kirche und Rathaus, Schule und Kulturhaus ein wichtiger, ein öffentlicher Baustein. Dem soll die Gestaltung und Materialwahl Rechnung tragen- Nachhaltigkeit im Wortsinne, Dauerhaftigkeit, Ernst ohne Pathos. Der Hof lädt ein und vermittelt zur Stadt, die Fassaden bilden ab, was hinter ihnen geschieht- so wünschen wir uns den baulichen Ausdruck von Gemeinde, Identität, Gemeinschaft.