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Aula Europäische Schule, Karlsruhe

Art Mehrfachbeauftragung, 2002
Ort Karlsruhe
Auslober Stadt Karlsruhe
Bearbeiter H. Baurmann | S. Dürr | J. Hakenjos | A. Huhle
Fachberater S. Lang
Visualisierung Stuchlik 3D
Modellbau Y. Ernst | S. Schreck
Platzierung 2. Rang

Es liegt im Wesen einer Schule, Gemeinschaft zu fördern. Baulicher Ausdruck dieser Gemeinschaft in der Europäischen Schule Karlsruhe ist die Gruppierung der einzelnen Schulgebäude um ein zentrales Forum, eine zum jetzigen Zeitpunkt noch ungestaltete, grüne Mitte.

Die neue Aula, als Multifunktionsraum Ort vielfältiger schulischer Aktivitäten, erhält ihre zentrale Stellung, indem sie die westliche Schmalseite dieser großen Mitte besetzt. Sie schliesst den Raum und bildet zugleich eine Brücke zwischen Schule (Ort des Wissens) und Wald (Ort der Natur).

Die eigentliche Aula, bestehend aus einem dreiseitig verglasten, U-förmigen Bügel aus Stahlbeton, schafft durch die Lösung vom Boden neue, eigenständige Räume, die als Pausenüberdachung oder Freisportfeld künftige Nutzungen in Teilen vorwegnehmen. Die Erweiterung um eine Gymnastikhalle kann unter dem Gebäude auf einfachste Weise erfolgen, ohne wegen des hohen Grundwasserstandes baukonstruktiv aufwändige Abdichtungsmaßnahmen ergreifen zu müssen.

Ein weiterer Bauabschnitt für die Schulbibliothek und das zentrale Lehrerzimmer lässt sich seitlich zu ebener Erde angleichen, ohne die bereits errichteten Bauteile zu stören. So wirken sich die erheblichen Flächenlasten, die eine Bibliothek mit sich bringt, nicht auf darunter liegende Bauteile aus.

Durch die Ausbildung des Multifunktionsraums als schwebenden Körper erhält die Schule einen spannungsreichen Raum inmitten der das Umfeld prägenden Bäume des Hardtwaldes. Losgelöst vom schulischen Alltag, korrespondiert der schlichte Baukörper mit dem bestehenden Verwaltungsbau und markiert eindeutig das wesentliche Ende der baulichen Entwicklung der Schule. Trotz der erheblichen  Baumasse wirkt der Körper leicht und elegant, die Freiflächen ziehen sich unter ihm hindurch und integrieren das Gebäude auf selbstverständliche Art in das vorhandene Wegenetz.