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Landesgartenschau, Landau

Art Realisierungswettbewerb, 2010
Ort Landau (Pfalz)
Auslober LGS Landau 2014 gGmbH
Bearbeiter M. Dürr | N. Kashina
Außenanlagen Klahn + Singer + Partner
Platzierung

2. Rg

Publikationen wettbewerbe aktuell 05.02.2011

competitionline 10.02.2011

Ausgangspunkt für die stadtstrukturellen Überlegungen auf dem ehemaligen Kasernenareal sind die zukünftigen Nutzer. Wir gehen davon aus, dass hier das Einfamilienhaus in verdichteter Form, freistehend oder in Reihe als Wohnen innerhalb der Stadt verwirklicht werden kann als Alternative zum Wohnen in den umliegenden  Dörfern. Die Baufelder  werden dementsprechend konsequent mit einfamilienhaustauglichen Bebauungsstrukturen aufgefüllt.

Der Ort wird vor allem durch seine Ränder geprägt. Markant sind die hohe Bebauung zur Stadt im Norden und die segmentförmige Bebauung entlang des tieferliegenden Gleiskörpers, der mit seiner Rundung dem Ort seine charakteristische Großform verleiht. Diese Großform soll erhalten bleiben und durch die neue Bebauung gestärkt werden.

Innerhalb der Großform überlagern sich verschiedene Strukturen, teilweise vorgegebene wie die Erschließung und die Grünräume, teilweise neue wie die Bebauung.

Mustersiedlung

Zur Landesgartenschau soll der Bebauungsstreifen westlich der grünen Fuge als Mustersiedlung bebaut werden. Die Struktur sieht einen L-förmigen, 2-geschossigen Baukörper vor. Durch die besondere Form entsteht ein zweiseitig geschützter Außenraum.

Durch die Addition dieser Grundfigur und deren leichte Variation entstehen unterschiedlichste Außenräume, die aber immer einen sehr privaten Charakter haben.

Zwischen den Grundstücken entstehen kleine Gassen, die vordergründig zur Bewirtschaftung der Hausgärten dienen, aber eigentlich ein verzweigtes halböffentliches Wegenetz innerhalb der Siedlung sind.

Über einem Klinkersockel erheben sich die einzelnen Häuser als weiße Putzkörper mit Flachdach. Sie können durchaus unterschiedlich gestaltet sein. Wichtig ist der gemeinsame durchgehende Klinkersockel der städtebaulich die freistehenden Einfamilienhäuser zusammenbindet und den Straßenraum prägt.

Callablütenbrücke (Brücke Ost)

Die beiden losen Enden, die in Ost- West-Richtung zu verbinden sind, liegen versetzt zueinander. Durch die Aufnahme beider Richtungen und deren Umlenkung direkt über dem geplanten Kreisel kommt es zum Brückenschlag. Der entstehende Platz in der zweiten Ebene wächst aus dem Boden gleich einer Blume. Mit Ihrem großen Kelch erinnert sie an eine Callablüte. Sie wird zum Signet an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt und sorgt gleichzeitig für die markante Gestaltung der Kreiselfläche.

Pergolabrücke (Brücke Süd)

Den wichtigen Anschluss der „grünen Fuge“ an das Naherholungsgebiet bildet die Pergolabrücke. Sie verlängert die Pergola und lässt den „Blauregen“ über die Gleise auf die andere Seite wachsen. Die Bepflanzung umhüllt die Brücke wie ein grünes Gewand. Hier finden die Fußgänger und Radfahrer ihren Weg ins Grüne. Die danebenliegende Panzerbrücke von einst bleibt erhalten und dient den Autos.

Naturschutzzentrum und Aussichtspunkt

Das Naturschutzzentrum und der Aussichtspunkt sind als räumliche Einheit geplant. Der Ansatz ist beide Funktionen - Forschung auf der einen Seite, Attraktion der  Aussicht auf der anderen - zusammenzufassen, um eine größtmögliche Außenwirkung für das Naturschutzzentrum zu erreichen,. Baulich formuliert sich das in der Abwicklung einer Wand, die sich um beide Bauwerke legt und zu einem Gebäude zusammenfügt: die Außenwand des Zentrums wird weitergeführt, wird zur Platzwand und geht über in die tragende Wand des Turms, die sich in einer Art Spirale nach oben windet. Der Platz der sich zwischen Turm und Zentrum aufspannt empfängt den Besucher und verortet das Naturschutzzentrum mit Aussichtsturm in der Landschaft.

Auf den Turm gelangt man über eine Treppe am Beginn der Spirale. Man dreht sich nach oben auf die Plattform. Über eine zweite Treppe gelangt man wieder nach unten. Das unangenehme „Sich- Vorbeizwängen“ der Besucher auf einer Treppe entfällt.

Die alles zusammenfassende Wand ist mit Cortainstahl verkleidet. Die Einheitlichkeit und Schroffheit des Materials verstärkt die skulpturale Form und damit die Außenwirkung des Gebäudes.