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Wohnen am Strom, Köln

Art Realisierungswettbewerb, 2007
Ort Köln-Langel
Auslober Stadt Köln
Bearbeiter H. Baurmann | M. Dürr | N. Clauss
Modellbau A. Reissdorf
Platzierung

3. Rg

Publikationen competitionline 17.12.2007

„Wohnen am Strom“ heißt in Langel zunächst Wohnen in einem dörflich-idyllischen Kontext, geprägt durch eine ländliche Struktur, unmittelbar vor den Toren der Großstadt. Dennoch zielt unser Ansatz auf eine eher städtische Wohnform, das turmartig verdichtete Doppelhaus. Das hat mehrere Gründe.

Umgebung: Das Grundstück fordert durch seine markante Lage am Ortseingang nach einem städtebaulichen Fingerzeig, der von zweieinhalbgeschossigen Gebäuden – wie unschwer auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu erkennen ist – nicht zu leisten ist. Daher haben wir uns entschieden, einen turmartigen Haustyp mit drei Wohngeschossen und einem Sockelgeschoss zu entwerfen. Die Gebäudegruppe aus drei gleich großen, quadratischen Türmen gibt der ausufernden, niedrigen Einfamilienhausbebauung entlang des Damms den nötigen Halt.

Baugruppe: Das Projekt kann als eine Baugruppe aus sechs Bauherrschaften realisiert werden. Jede Bauherrschaft bewohnt eine Haushälfte vom Erdgeschoss bis zum Dach. Dadurch geniesst sie die Vorteile der weiten Sicht wie des ebenerdigen Eingangs. Das Bauen in der Baugruppe ermöglicht individualisiertes Bauen auf hohem Niveau Andere Organisations- und Wohnformen sind denkbar.

Material: Ortstypisch für die rheinischen Dörfer ist der Backstein, häufig in Feld- oder Torfbrand. Die drei Wohntürme werden mit einer Vorsatzschale aus handgestrichenen Torfbrandziegeln versehen. Daß es sich nur um eine Schale handelt (im Gegensatz zu den massiv gemauerten Wänden der alten Dorfgebäude), wird an den Loggien deutlich, deren innere Haut weiß verputzt in Erscheinung tritt. Fenster aus Eichenholz, versehen mit einer Wetterschale aus Baubronze, und Kupferblechabdeckungen der Attiken und Fenstersimse vervollständigen das einheitliche, ruhige Bild.

Wohnen: Die drei Gebäude variieren bei gleicher Erschliessung, dadurch werden unterschiedliche Grundrisse erzielt. Es ist unschwer zu erkennen, wie die hier gleichgross dargestellten Zwillingswohnungen durch Schalträume in verschieden grosse Wohnungen umgenutzt werden könnten. Allen Wohneinheiten sind Blicke in mindestens drei Himmelsrichtungen und gut abgeschirmte Freiräume gemein.

Freiheit: Die Nutzung der einzelnen Raumeinheiten ist nicht determiniert, sondern vom späteren Bewohner festzulegen. Ob als Familie, WG, Paar oder Freiberufler mit Büro – die Grundrisse lassen der Phantasie Spielräume und ermöglichen es, sich den unterschiedlichsten Lebenssituationen anzupassen. Die unkomplizierte Tragstruktur hilft auch bei späteren Veränderungen.