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Stadthaus, Bretten

Ort Bretten, Amtsgasse
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter S. Bauer
Bauleitung H. Baurmann
Planung 2008
Realisierung 2008 - 2009
Fotos S. Baumann, bild_raum
Nutzfläche 300 m2 
BRI 1.760 m3 
Leistungsphasen 1 - 8
Auszeichnungen

Das Goldene Haus 2014, Sonderpreis
Beispielhaftes Bauen 2013, Auszeichnung
KfW-Award 2011, Nominierung
Umbauen & Renovieren 2009, 3. Preis
Urbanes Modernisieren 2009, Nominierung

Publikationen Besser bauen, besser wohnen, S. 43, München 2015

 

Das Haus, Nr. 3/15, S. 8, München 2014
Das Haus
, Nr. 11/14, S. 47, München 2014
Dachausbauten und Aufstockungen, S. 36, München 2014
Das Umbau-Buch
, S. 168, München 2013
Broschüre KfW-Award 2011, Frankfurt 2011
Zuhause Wohnen, EXTRA 09/2010, S. 32, Hamburg 2010
Althaus Modernisieren Nr. 2/10, S. 16, Fellbach 2010

„Zurück in die Stadt“ wollte die Familie aus dem Kraichgau –und dafür wurde das Einfamilienhaus im idyllischen Knittlingen eingetauscht gegen ein stark sanierungsbedüftiges Stadthaus in Bretten, drei Etagen, kein Garten, dafür Urbanität pur: nebenan Kirche und Rathaus, Fußgängerzone und Geschäftsleben, ein Dachbalkon im Hinterhof und alte Gewölbekeller.

Der Zustand des Eckgebäudes aus dem 19. Jahrhundert war durch jahrelangen Verfall kritisch, der Kostenrahmen eng gesteckt. Von Schutt und Dielenböden befreit, offenbarte sich das Ausmaß der Schäden: die Deckenbalken über dem einst als Schankraum genutzten Erdgeschoss waren in weiten Teilen verrottet. Das Tragsystem des zeltartigen Daches dagegen konnte fast vollständig erhalten werden, wenngleich es statisch ertüchtigt werden musste.

Die Reparatur der Deckenbalken war ein Husarenstück der Zimmerleute, sollten doch die schweren, kassettierten Decken, die an den defekten Balken aufgehängt waren, erhalten werden - auszugleichen waren bis zu 10 cm Höhenunterschied. Erhalten werden konnte auch die alte Eichenholztreppe; frisch saniert gibt sie einen schönen Kontrast zu dem puristisch -weißen Ausbau der drei Wohnetagen.

Der Schankraum, ehemals aus vier Einzelräumen bestehend, wurde durch eine frei eingestellte „Box“ zoniert, die Garderobe, Küchenzeile und Duschbad aufnimmt; er dient heute dem Arbeiten und für Gäste. Die einst dunklen, schweren Holzdecken haben sich in leichte, weiße, an ein skandinavisches Sommerhaus erinnernde Raumgespinste verwandelt. Darüber liegen die Schlafräume von Eltern und Kindern mit dem gemeinsamen Bad und einem kleinen Balkon; ganz oben, unter dem beeindruckenden Dach, wird gekocht, gegessen und gewohnt, die kleine Galerie nutzt den Dachraum und ist dem Schmökern vorbehalten. Auch hier verzichten die Bewohner auf jede Rustikalität zugunsten einer hellen, strahlend weißen Raumatmosphäre, gestaltet aus dem Licht der vielen Dachfenster und Gauben.