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Wohnhaus, Bretten

Ort Bretten, Hans-Sachs-Straße
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter S. Masuch
Bauleitung H. Baurmann
Planung 2008 - 2009
Realisierung 2009 - 2010
Fotos S. Baumann, bild_raum
Wohnfläche 150 m2 
Nutzfläche 125 m2 
BRI 980 m3 
Leistungsphasen 1 - 8
Auszeichnungen

Beispielhaftes Bauen 2013, Auszeichnung
Bauen im Bestand | Xella 2010, 1. Preis

Publikationen Broschüre Hugo Häring Auszeichnung BDA 2014, Karlsruhe
Das Umbau-Buch
, S. 126, München 2013
Siedlungshäuser d. 1930er-1960er Jahre modernisieren, S. 20, München 2013
Wohnen
, Nr. 2/11, S. 32, Hamburg 2011
Heinze Architekturobjekte, Internet-Archiv, 2010

Ein eher seltener Fall: dieses Wohnhaus wurde nicht aufgestockt, sondern zurückgebaut, aus dem braven Satteldach des traufständigen Altbaus wurde ein Flachdach, das betuliche 50er-Jahre-Siedlungshaus wurde zum modernen Kubus umgestaltet.

Im Inneren blieben lediglich Treppe und die tragenden Wände, der Grundriss wurde stark verändert und um einen kleinen Anbau erweitert, um die Erdgeschoss-Grundfläche zu vergrößern und die Terrasse von zwei Seiten aus zugänglich zu machen. Putzbündig eingesetzte, nach außen öffnende Fenster unterstützen den kubischen Charakter des Baukörpers, kontrastiert von großen, an die Blumenfenster der fünfziger Jahre erinnernde Holzfenster. So war das überdimensionierte, die straßenseitige Fassade beherrschende Erkerfenster bereits im Altbau vorhanden.

Diese Reminiszenzen an die Vergangenheit fügen sich nahtlos ein in den Duktus einer nüchtern-modernen Formensprache. Einer gespannten Haut gleich legt sich der feinkörnige neue Putz um die alten Mauern, fein austarierte Öffnungen geben dem Kubus ein spannungsreiches Gesicht und geben gezielt Ausblicke aus den Zimmern. Durch das flache Dach verliert der Baukörper Vor- und Rückseite und wird zum allseitig gestalteten Objekt.

Auch im Innern ist die kleinbürgerliche Enge des Hauses einer Großzügigkeit gewichen, die überrascht: ungestörte weiße Flächen und lange Fluchten lassen das Haus viel größer erscheinen, als es tatsächlich ist. Der Ausbau beschränkt sich auf wenige, sorgfältig ausgeführte Details, natürlich belassene Oberflächen und einen ruhigen Materialkanon. Wenige, ausgesuchte Möbel lassen den Bewohnern viel Freiraum und unterbrechen den Raumfluss nicht.