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Wohnhaus Parallelstraße, Berlin-Lichterfelde

Ort Berlin-Lichterfelde, Parallelstraße
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter A. Huhle | J. Lindenmann | Y. Ernst
Bauleitung Busse & Partner, K. Simon
Planung 2001 - 2003
Realisierung 2003 - 2004
Fotos L. Lintner
Nutzfläche 304 m2 
BRI 1.252 m3 
Leistungsphasen 1 - 5
Publikationen Besser bauen, besser wohnen, S. 88, München 2015

 

Althaus modernisieren Nr. 6-7/09, Seite 30, Fellbach 2009
Renovieren & Energiesparen Nr. 3/09, Seite 36, Stuttgart 2009
Barrierefrei Wohnen, Seite 102, Blottner-Verlag Taunusstein 2008
ark Architektur Raum Konstruktion Nr.3/07, Seite 8, Leinfelden 2007
Welches Haus passt zu mir, Seite 142, DVA München 2006
Das Umbau-Buch, Seite 112, DVA München 2006

Ein aus den fünfziger Jahren stammendes, gesichtsloses Einfamilienhaus in schöner Berliner Wohnlage sollte in ein anspruchsvolles Wohnhaus für eine große Familie umgebaut werden. Strenge Bauauflagen, eine schwierige Grundstückssituation, der geschützte Baumbestand und die Einbeziehung des Kellergeschosses eines wesentlich älteren Vorgängerbaus erschwerten die Aufgabe.

Herausgekommen ist ein Bau, der einen gänzlich anderen Charakter aufweist als der Bestand - eine großzügige, freundliche Anlage mit qualitätvollen Freiräumen, einem großen Vorplatz und spannungsreichem Inneren.

Der Altbau wurde südseitig um etwa die Hälfte verlängert, um Wohnraum und Kinderzimmer unterzubringen. Sämtliche Fensteröffnungen sind in einheitlichem Format neu angelegt, die Ostseite wurde zudem mit einer zweigeschossigen Öffnung, einem Luftraum und einer Galerie versehen, wodurch die einstige Kleinteiligkeit des Hauses überwunden werden konnte. Eingangsseitig wurde diesem Kubus ein Flachbau vorgelagert, der Schlafzimmer, Windfang, Gästebereich und Garage aufnimmt und zudem einen überdachten Eingangsbereich mit Patio ausbildet. Dieser eingeschossige Riegel setzt sich mit seiner Sichtbetonfassade deutlich vom eigentlichen Hauptbaukörper ab.

Voraussetzung für den Umbau war eine völlige Entkernung des Altbaus; erhalten blieben lediglich einige Tragwände und die Erschließung. Die Anbauten sind durchweg tiefer gelegen und mit anderen Oberflächen versehen, um die Zubauten auch im Inneren deutlich zu markieren. Sämtliche Installationen und die Haustechnik wurden ausgetauscht, das leicht geneigte Bitumendach durch ein Flachdach ersetzt.

Obwohl das Gebäude verhältnismäßig viel Grundstücksfläche einnimmt, weist der Garten durch die unterschiedlichen Freibereiche (Patio, Terrasse, Vorplatz, Kinderspielbereich, Holzdeck) eine Vielfalt an Qualitäten auf. Im Haus selbst setzt sich die Ausbildung sehr unterschiedlicher Raumsituationen auf den verschiedenen Ebenen fort - aus dem einst hässlichen Entlein ist ein schöner Schwan geworden.