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Wohnhaus in der Weststadt, Karlsruhe

Ort Karlsruhe
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter H. Tergan
Bauleitung H. Tergan
Planung 2010
Realisierung 2010 - 2011
Fotos J. Kottjé
Nutzfläche 400 m2 
BRI 1.330 m3 
Leistungsphasen 1 - 9
Auszeichnungen

Das Goldene Haus 2013, Sonderpreis
HÄUSER Award 2013, Auszeichnung

Publikationen Besser bauen, besser wohnen, S. 79, München 2015

Das 1x1 des Hausbaus, S. 174, München 2015
Broschüre Hugo Häring Auszeichnung BDA 2014
, Karlsruhe
Das Haus,
Nr. 11/13, S. 51, München 2013
Pur - minimalistische Wohnhäuser heute, S. 114, München 2013
Häuser,
Nr. 4/13, S. 92, Hamburg 2013
Fußböden - attraktive Wohnbeispiele, S. 153, München, 2013
Das Umbau-Buch, S. 118, München 2013
Bauidee, Nr. 3/13, S. 12, Heidelberg 2013
Häuser für Familien
, S. 60, München 2013

Am Rande der Karlsruher Weststadt, vis-a-vis des Klinikums, galt es, ein Wohnhaus aus den sechziger Jahren für eine junge Familie mit drei Kindern umzubauen. Herausgekommen ist ein Haus, dem man seine Erbauungszeit nicht mehr ansieht, obwohl nur wenige Eingriffe in die Struktur vorgenommen wurden.

Die klare Funktionstrennung des Bestandsgebäudes wurde beibehalten: im Erdgeschoss befinden sich die Gemeinschaftsräume, wie Kochen, Essen und Wohnen, solange die Kinder noch klein sind und das Dachgeschoss bleibt zunächst dem Arbeiten sowie den Gästen vorbehalten; später wird es der Rückzugsraum der Eltern werden. Innerhalb dieser Struktur wurden jedoch vielfältige Änderungen vorgenommen: die Grundrisse wurden gestrafft, es entstand ein großzügiger Eingangsbereich mit Windfang. Entrée und Garderobe, die halbgewendelte Treppe wurde skulptural umbaut, sodass sie als durchgängiges Bauteil die einzelnen Etagen auch optisch miteinander verbindet.

Auf eine Galerie wurde zwar verzichtet, doch schafft der Treppenraum eine galerieähnliche Atmosphäre. Die Behandlung der öffentlichen Zonen in den einzelnen Ebenen folgt einem einheitlichen, verbindenden Gedanken: alle Flurwände sind Funktionsträger und mit den unterschiedlichsten Einbauschränken versehen, die Zimmertüren sind in die Holzvertäfelungen integriert und jede noch so kleine Nische wurde mit einer Funktion belegt - überall lässt sich etwas öffnen, schieben oder klappen, das Haus ist nicht nur für die Kinder ein "großes Spielzeug".

Herzstück des Hauses ist die Küche, deren großes Kastenfenster zur Straße hin orientiert ist. Von ihr aus gelangt man auch auf die Terrasse, die im Sommer den Wohn- und Essbereich über große Schiebetüren mit dem Garten verbindet. Das Lärchenholz der Fenster prägt die Fassadengestalt und gibt dem dunklen Putzbau die nötige Wärme und Heiterkeit.