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Wohnhaus Märchenring, Karlsruhe-Rüppurr

Ort Karlsruhe-Rüppurr, Hauffstraße
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter J. Hakenjos | K. Weiler
Bauleitung E. Jungmann
Planung 2006 - 2007
Realisierung 2008 - 2009
Fotos S. Baumann, bild_raum
Nutzfläche 560 m2 
BRI 2252 m3 
Leistungsphasen 1 - 8
Publikationen Hugo-Häring Auszeichnung BDA Karlsruhe, S. 59, Karlsruhe 2011
Re-Use Architecture, S. 168, Schweiz 2011
Casamia, Nr. 2/11, S. 30, München 2011
Umwelt & Energie Forum, Nr. 6/10, S. 89, Worms 2010
Beleuchtung im Freiraum, S. 105, München 2010
Häuser Nr. 6/09, S. 44, Hamburg 2009
Surface, The International Resopal Review, S. 128, Darmstadt 2009

Wie wird aus einem hässlichen Entlein - einem Wohnhaus aus den Sechzigern in bester Karlsruher Vorortlage - ein schöner Schwan? Der biedere Baukörper schien durch mehrere Erweiterungen aus den Fugen geraten zu sein, die baurechtliche Lage verbot aber einen vollständigen Abriss, wollte man nicht einen großen Teil der bebauten Fläche preisgeben.

Die Lösung bestand darin, das Obergeschoss vollständig, das Erdgeschoss aber nur teilweise zu entfernen, den verbleibenden Baukörper zu arrondieren und das Untergeschoss weitestgehend zu erhalten. Ein neu aufgesetztes Geschoss verändert den Charakter des Gebäudes, ohne die Vorteile der soliden Gründung des Erstlings aufzugeben. Der Garten mit altem Baumbestand und Pool wurde von den Anbauten, die tief in ihn eingriffen, befreit. Betreten wird das Wohnhaus eher zurückhaltend über einen schmalen Durchlass, einem Spalt in der Fassade gleich, an der Schnittstelle zwischen ein- und zweigeschossigem Hausteil. Über eine Treppenhalle gelangt der Besucher in den querliegenden, ganz auf den Garten ausgerichteten Wohnraum mit großzügigem Ess- und Kochbereich, daran angelagert der Arbeitsbereich der Hausherrin.

Der vordere Teil des Hauses nimmt den Fitnessbereich mit Sauna und zugeordneter Ruhezone auf; hierzu gehören auch ein geschützter Hofbereich mit Wasserbecken sowie der Außenpool, der vom Vorgängerbau übernommen wurde. Die Kinderzimmer und der Schlafbereich der Eltern werden über eine Galerie im Obergeschoss erschlossen; ein Gästeappartement und die Hauswirtschafts- und Technikräume befinden sich im ebenfalls vollständig umgebauten Untergeschoss. Einzig die große Garage verblieb an der alten Stelle, doch wurde auch sie vollständig in das Gebäudevolumen integriert.

Die klare, minimiert-kubische Bauform signalisiert zur Straße hin Abgeschlossenheit, zum Garten hin weicht sie einem hohen Maß an Transparenz und Offenheit. Der feinkörnige, strahlend weiße Putz nimmt Bezug auf die Bauten der näheren Umgebung. Beheizt wird das Gebäude über eine Fußbodenheizung, die mit Erdwärme versorgt wird.