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Praxis Dr. Dietz, Kämpfelbach-Ersingen

Ort Kämpfelbach-Ersingen, Lange Straße
Bauherr Dr. H. & L. Dietz
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter D. Menzenbach
Bauleitung H. Baurmann
Planung 1995
Realisierung 1995
Nutzfläche 85 m2 
Leistungsphasen 1 - 8

Vor die Aufgabe gestellt, eine bereits als Praxis umgenutze Wohnung in einem Ort zwischen Pforzheim und Karlsruhe für einen Landarzt auszubauen, entschieden wir uns, im Bestand eine Art "chirurgischen Eingriff" vorzunehmen. Der Auftraggeber forderte, die übliche Sterilität von Arztpraxen zu vermeiden, ohne funktionale Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Der Entwurf liest sich wie ein baulich umgesetztes Funktionsschema: nach der weitgehenden Entkernung des bestehenden Anbaus teilt eine lange, holzgetäfelte Wand den Empfangsberich vom Behandlungstrakt. Einzelnen Kabinen gleich sind dahinter Sprech- und Untersuchungszimmer linear angeordnet und durch raumhohe Schiebewände miteinander verbunden. Regelmäßig angeordnete, nummerierte Türen in der mit Birnbaumpaneelen verkleideten Wandscheibe markieren für den Patienten den "point of no return". Helle, freundliche Farben und natürliche Materialien schaffen eine Atmosphäre, die dem Kranken seine Befangenheit nehmen und Grundlage gegenseitigen Vertrauens sein soll. Dazu trägt auch die durch das lineare Konzept geprägte, einfache Orientierung bei.

Die interne Verbindung zwischen den Untersuchungsräumen erlauben es dem Arzt, ungestört vom Besucherverkehr mehrere Patienten gleichzeitig zu behandeln. Der kleine Wartebereich ist einem Paravent ähnlich ausgebildet und wird nur bei Bedarf um zusätzliche Stühle in der Anmeldung ergänzt.

Praxistypische Materialien wie Keramik oder Kunststoffe wurden bewusst vermieden. Stattdessen kamen "natürliche", möglichst unbehandelte Stoffe zum Einsatz: Putz, Holz, Aluminium, Linoleum. Sämtliche Einbaumöbel sind aus Birkensperrholz gefertigt, die Anmeldung besteht anstelle einer hohen Theke aus einem schlichten Schreibtisch mit ingerierter Kartei.

Die Beleuchtung soll den Patienten behutsam führen, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Eine rahmenlose, satinierte Glasscheibe ersetzt den Windfang; die Erschließung erfolgt über eine Außentreppe aus verzinkten Stahlprofilen.