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Appartement Körnerstraße, Karlsruhe

Ort Karlsruhe, Körnerstraße 27
Projektleitung H. Baurmann
Bauleitung H. Baurmann
Planung 1994
Realisierung 1994 - 1995
Fotos P. Schauwienold
Nutzfläche 100 m2 
Leistungsphasen 1 - 8
Publikationen Das Umbau Buch, S. 40, München 2006
Das Haus
Nr. 9/04, S. 46, München 2004
Interior Design in Germany, S. 26, Wiesbaden 2000
Neues Wohnen Nr. 6/97, S. 18, Hamburg 1997
Leonardo Nr. 5/96, S. 76, Augsburg 1996
Atrium Nr. 1/96, S. 16, Zürich 1996
Architektur & Wohnen Nr. 4/96, S. 38, Hamburg 1996
Althaus modernisieren Nr. 8/96, S. 6, Fellbach 1996
Bausanierung Nr. 6/95, S. 31, Gütersloh 1995

Eine Zwei-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss eines typischen Karlsruher Stadthauses wurde um die Mansarden im Seitenbau zu einem grosszügigen Drei-Zimmer-Appartement erweitert. Das gesamte Dachgeschoss wurde dazu in den Rohbauzustand zurückversetzt und durchgreifend saniert.

Das Dach wurde ausgebessert und mit einer Zwischensparren-Dämmung versehen, die Trennwände im Seitenbau wurden entfernt und ein grosses Fenster in die Giebelwand gebrochen. Alle Wände wurden neu verputzt, auf den alten Dielenboden ein Trockenestrich aufgebracht, der mit einem Schiffsboden aus Birkenholz belegt ist. Sämtliche Installationen wurden erneuert und die Wohnung mit einer Gasetagen-Heizung ausgestattet.

Der ehemals aus vier Einzelräumen bestehende Seitenbau bildet nach dem Umbau den Wohnbereich. Die freigelegte Tragkonstruktion des Daches teilt den langen Raum in einen Wohn- und einen Essbereich. Die nunmehr offene Küche mit integrierter Frühstückstheke aus Birkensperrholz ist durch ein kubisches Element, das Wandschränke, Kamin und Heizung aufnimmt, getrennt. Vom Bestand ist dieses neue Element durch die Behandlung seiner Oberfläche deutlich abgesetzt - eine Verkleidung aus MDF-Platten strukturiert den Block und bildet zugleich auf der Küchenseite die Schranktüren.

Das Spiel von horizontalen und vertikalen Schichten setzt sich in den Einbauten für Regale, Garderobe oder der langen Bank fort. Die Innenwände sind als Scheiben behandelt und dementsprechend farblich oder baulich abgesetzt. So öffnet sich das kleine, neu gestaltete Bad über eine Fuge aus Glassteinen zur Küche, während das dunkle Rot der Eingangswand dem Besucher schon im Treppenhaus den Umbau signalisiert.

Es gibt nur wenige, sorgfältig abgewogene Details, jedes „Design“ wurde vermieden; die Kraft der Proportionen alter Räume sollte durch kein modisches Zuviel geschmälert werden. Dem folgt auch das Konzept integrierter Stauräume, das eine herkömmliche Möblierung weitgehend überflüssig macht: einige wenige Möbelklassiker werden durch Architektenentwürfe ergänzt.

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