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Maisonette Bismarckstraße, Karlsruhe

Ort Karlsruhe, Bismarckstraße
Projektleitung H. Baurmann
Bauleitung H. Baurmann
Planung 1997
Realisierung 1997
Fotos P. Schauwienold
Nutzfläche 140 m2 
Leistungsphasen 1 - 8

Aus dem bescheidenen Vorhaben, in der kleinen Dachwohnung aus den siebziger Jahren inmitten von Karlsruhe die Wände und holzverschalten Decken zu streichen sowie das Bad neu zu fliesen, wurde ein kompletter Umbau samt Ausbau des zuvor ungenutzten Dachbodens. Die Vorgaben der aufgeschossenen Bauherrschaft waren einfach: statt vormals bedrückend enger Räume Licht und Luft, mehr und besser nutzbarer Raum für eine dreiköpfige Familie, eine exakt festgelegte Planungs- und Bauzeit von nur knapp vier Monaten und vertretbare Kosten.

Die bestehende Zweizimmer-Wohnung wurde um das ehemals separat erschlossene Appartement erweitert und durch Herausnahme von tragenden Wänden wesentlich großzügiger. Der Essplatz als zentraler Raum nimmt zusätzlich die Erschließung der Privaträume im Dachgeschoss auf und erhält mehr Höhe und Licht durch die Herausnahme der Deckenbalken zum Dach. Eine bestehende Verbindung zum darunterliegenden Geschoss in Form einer Wendeltreppe sollte erhalten bleiben und wurde mittels einer raumgliedernden Wandscheibe kaschiert.

Einer Kiste gleich ragt das Elternzimmer in den neu entstandenen Luftraum. Auf der oberen Ebene sind außerdem ein zweites Bad sowie das Kinderzimmer untergebracht; eine winzige Galerie nimmt dem Flur die Enge und kann als Leseplatz dienen. Ober- und Seitenlichtbänder an den galerieabschließenden Türelementen lassen die Bewohner die Dimension der Wohnung stets spüren und das Licht ungehindert durch mehrere Bereiche fluten.

Die gesamte Konstruktion ist aus Holz erstellt, der Ausbau erfolgte mit Span- und Gipsfaserplatten im Trockenbau. Da wesentliche Teile des statischen Gefüges entfernt wurden, mussten zur Aufnahme der Dachlasten Unterzüge in Form von Leimholzbalken eingezogen werden. Die in den Luftraum kragenden Holzbalken der Decke sind über Stahlstäbe einzeln im bestehenden Dachstuhl aufgehängt.

Die Böden sind in Eiche- bzw. Ahornparkett gehalten, die einläufige Treppe aus Stahl ist mit Multiplexplatten aus Birkenholz belegt. Auf aufwendige Details wurde verzichtet, um die Klarheit der architektonischen Aussage nicht zu stören. Wo immer es sich als zweckmäßig erwies, wurde, nicht zuletzt aus Kostengründen, der angetroffene Bestand integriert und weiterverwendet.

Entstanden ist ein Raumkontinuum, das in seiner kubisch-präzisen Ausformulierung einerseits genug Raum läßt für den Lebensrhythmus einer jungen Familie und andererseits die vergleichsweise bescheidene Wohnfläche vergessen macht.

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