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Wohnung Rolandstraße, Karlsruhe-Bulach

Ort Karlsruhe-Bulach, Rolandstraße
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter A. Falk
Bauleitung H. Baurmann
Planung 2000
Realisierung 2000
Fotos S. Baumann, bild_raum
Nutzfläche 145 m2 
Leistungsphasen 1 - 8
Publikationen Das Umbau Buch, S. 33, München 2006

Der Ausbau des Dachgeschosses in einem Karlsruher Jugendstilhaus folgt der Idee des Bauherrn, den großen Dachboden mit einer der darunter liegenden Wohnungen zu verbinden, um so eine maisonetteartige Nutzung über zwei Etagen zu ermöglichen. Der vielfach unterteilte Speicher war durch eine interne Treppe mit dem unteren Wohnungsteil zu verbinden und führt auf eine große Dachterrasse, die den Blick bis zu den Schwarzwald-Vorbergen freigibt.

Zunächst musste dazu der schadhafte Dachstuhl vollständig freigelegt werden und auch die untere Wohnung war komplett zu entkernen. Durch den Abbruch eines innen liegenden Badezimmers konnten Küche und Essbereich offen miteinander verbunden werden. Der Eintretende findet sich nunmehr in einem großzügigen, die ganze Gebäudetiefe messenden Raum wieder, von dem aus alle weiteren Wohnungsbereiche erschlossen werden.

Eine Treppe aus Kirschholz führt mittig unter dem First in das imposante Dachgeschoss, das als Wohnraum ganz von dem Kontrast dees neuen, glatten Innenausbaus mit dem alten Dachtragwerk lebt. Eine galerieartige Brücke leitet über zum Schlafbereich mit angeschlossenem Bad. Die zeltartige Wirkung des Dachstuhls vermittelt erst durch die Freilegung der alten Holzkonstruktion jene Verbindung von Weite und Intimität, die das Charakteristikum des Wohnens im Dach ausmacht.

Die Materialien sind äußerst reduziert: weiß verputzte Wände, eine Dachschalung aus natürlich belassenen Seekiefertafeln über dem alten Gebälk, ergänzte Pitch-Pine-Böden, in den Nassräumen weiße und graue Fliesen. Die alten Fenster wurden unter Beibehaltung der Holzrahmen mit Dichtungen und Isolierglasscheiben versehen; eine tiefrote Wandscheibe verbindet im Erschließungsbereich die beiden Geschosse miteinander und kennzeichnet deutlich die Stelle des stärksten Eingriffs.

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