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Wohnhaus Kollwitzstraße, Karlsruhe-Durlach

Ort Karlsruhe-Durlach, Käthe-Kollwitz-Straße
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter J. Hakenjos | M. Gerstner | C. Gaiser
Bauleitung J. Hakenjos
Planung 2008 - 2009
Realisierung 2009 - 2011
Fotos S. Baumann, bild_raum | S. Carlin
Nutzfläche 468 m2 
BRI 1.850 m3 
Leistungsphasen 1 - 8
Publikationen Die besten Einfamilienhäuser, Online-Portal, München 2015
Häuser des Jahres 2013, S. 120, München 2013
Umwelt & Energie, Nr. 07/12, S. 76, Worms 2012
Hugo-Häring Auszeichnung BDA Karlsruhe, S. 57, Karlsruhe 2011

Das Wohnhaus in hervorragender Lage am Karlsruher Geigersberg erstreckt sich der Topographie folgend über vier Ebenen, von denen nach außen jedoch nur jeweils zwei Geschosse sichtbar in Erscheinung treten. Dadurch konnte das große Volumen auf dem verhältnismäßig kleinen Grundstück so untergebracht werden, dass das Gebäude sich in die kleinkörnige Umgebung problemlos einfügt.

Die mit Juraplatten versehenen Natursteinfassaden geben durch ihre schleifenartige Ausformulierung einen Hinweis auf den funktionalen Aufbau des Hauses, das aus zwei winklig zueinander angeordneten Kuben besteht. Vom tiefsten sichtbaren Bereich an der Straße, der Garage, geht es über den Kindertrakt und das Herz des Hauses, den großen Wohnbereich, hinauf in den Elterntrakt, um am höchsten Punkt mit dem Arbeitsplatz des Hausherrn einen Panoramablick auf die Rheinebene mit den im Dunst verschwimmenden Vogesen freizugeben. Tief unten im Berg befindet sich neben Technik- und Lagerräumen ein Gäste- und Wellnessbereich mit Sauna und Pool, der über einen direkten Gartenzugang verfügt.

Die einzelnen Bereiche des Hauses sind streng funktional durchgestaltet. Ihre Vielschichtigkeit erhält die Komposition durch die überraschende Ausformulierung der Fuge zwischen den einander überlagernden Kuben: hier bietet die Vertikalerschließung des Hauses über kaskadierende Treppen eine räumlich komplexe Situation aus, die durch die Einführung eines Split-Levels zum Wohnbereich hin noch eine Steigerung erfährt.

Gibt sich das Haus an der Straße verschlossen, wird es zum Eingang hin immer lichter und transparenter. Große Glasfassaden wechseln ab mit Wandscheiben aus dunklen Ziegeln, das durchlaufende Natursteinband bindet die einzelnen Geschosse zu einem Ganzen zusammen und unterstützt damit die Wegeführung des Ankommenden, der über einen terrassierten Vorplatz tief ins Grundstück hinein geführt wird, bevor er die eichene Haustür erreicht. Naturbelassene Materialien und eine strenge Gestaltung bilden den Rahmen für das quirlige Familienleben der Bewohner.