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Wohnhaus an der Alb, Karlsruhe-Beiertheim

Ort Karlsruhe-Beiertheim, Breite Straße
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter A. Falk | C. Wirtz
Bauleitung H. Baurmann
Planung 1998 - 1999
Realisierung 1999
Fotos T. Mechau
Nutzfläche 290 m2 
BRI 1.075 m3 
Leistungsphasen 1 - 8
Auszeichnungen Wohnhäuser in Karlsruhe 2000, Auszeichnung
Besichtigung am Tag der Architektur 2000
Publikationen Der Bauherr Nr. 4/00, S. 18, München 2000
Hausbau NR. 9/00, S. 28, Fellbach 2000

Ausgehend von dem Wunsch der Bauherrschaft, die Bebaubarkeit ihres rückwärtigen, an der Alb gelegenen Grundstückteils im Karlsruher Stadtteil Beiertheim zu prüfen, entstand der Vorschlag, eine seit dem Krieg bestehende Lücke in der Reihe alter Feldscheunen wieder zu schließen.

Seitens der Baubehörden wurde auf die Einhaltung exakter Vorgaben Wert gelegt: Geschossigkeit, Kubatur, Dachform, Dachneigung und Materialien hatten sich der dörflichen Umgebung anzupassen und bedurften mangels eines Bebauungsplans der jeweiligen Zustimmung.

Dem volumetrisch einfachen, nahezu quadratischen Baukörper liegt eine klare Zonierung zugrunde: zum nördlichen Hof hin orientieren sich Eingang, Erschließung und Nebenräume, während die Wohn- und Aufenthaltsbereiche nach Süden ausgerichtet sind. Hier ist das Gebäude auch in seiner vollen Zweigeschossigkeit sichtbar, während die Hoffassade der besseren Einfügung wegen in ihrer Abstraktion einem eingeschossigen Baukörper, den Scheunen gleich, gestaltet ist: die Holzfassade nimmt die Kubatur der angrenzenden Scheunen auf, das Obergeschoss wird über ein Oberlichtband belichtet, das zusammen mit der Erschließungsfuge das Dach von der Fassade trennt.

Betreten wird das Haus über jene eingezogene Glasfuge zur Scheune, die, von der Straße aus bereits sichtbar, das Ende eines langen Weges durch den Hof markiert. Über verschieden große Lufträume im Erschließungsbereich öffnet sich das Haus dem Eintretenden bis unter das mit Sperrholz verkleidete Dach. Durch den im Eingangsgeschoss nördlich, in den Obergeschossen jedoch südlich der Treppe geführten Gang ergeben sich neben einer optimalen Ausnutzung der Haustiefe zusätzliche Überlagerungen und Durchblicke.

Der große, stützenfreie Wohnraum ist über eine offene Küche mit allen Bereichen des Hauses verbunden, ohne sich dem Besucher bereits vom Eingang aus zu präsentieren. Die nahezu gleich großen Privaträume im Obergeschoß öffnen sich zum Garten und sind einer kleinen Enfilade gleich auch untereinander durch raumhohe Schiebetüren verbunden.

Die regelmäßige, strenge Südfassade aus Glas und Schaltafeln nimmt auf die innere Organisation Bezug, während die mit Lärchenholz verschalte Eingangsseite die dahinter befindlichen Räume konsequent nach außen hin verbirgt. Holzlamellen und Schiebeläden filtern das Sonnenlicht und verändern je nach Tageszeit und Stellung die Ansicht des Baukörpers. Unterschiedliche Freibereiche nehmen Bezug auf die differenzierten Qualitäten von Garten und Hof, Einblick und Ausblick.

Es wurden ausschließlich weitgehend natürlich belassene Materialien eingesetzt, die keiner nachträglichen Behandlung bedürfen. Die bescheidenen Feldscheunen in ihrer schlichten, ehrlichen und ökonomisch sinnvollen Ausführung sind auch in dieser Hinsicht Vorbild für den Neubau.