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Wohnhaus im Weinberg, Göcklingen

Ort Landau-Göcklingen, Am Kieselberg
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter D. Häfner
Bauleitung D. Häfner
Planung 2008 - 2010
Realisierung 2009 - 2011
Fotos S. Baumann, bild_raum
Nutzfläche 200 m2 
BRI 834 m3 
Leistungsphasen 1 - 8
Auszeichnungen

Das Goldene Haus 2011, Sonderpreis

Publikationen Besser bauen, besser wohnen, S. 45, München 2015

Einfamilienhäuser um 250.000 Euro, S. 36, München 2014

Der Bauherr, Nr. 6/2011, S. 26, München 2011

So einfach wie nur möglich steht das kleine Haus im Weinberg, ein weiß verputzter Bau inmitten einer großartigen Landschaft, der sich ganz auf sich selbst zurück zu ziehen scheint, streng geschlossen zur Straße, die Giebel offener.

Der hölzerne Seitenbau für die Fortbewegungsmittel der jungen Familie findet seine Entsprechung im Eingangselement, auf das eine leichte Schräge hinweist – mehr braucht es nicht, um empfangen zu werden. Darüber ein minimiertes, mit glatten Betonsteinen gedecktes Dach, das einerseits dem vertrauten Bild des Typus „Haus“ entspricht, andererseits die Konturen des Baukörpers überscharf zeichnet und dadurch unsere Sehgewohnheiten infrage stellt.

Das kleine Haus birgt im Innern eine Überraschung – eine räumliche Verschränkung der beiden Geschosse im Wohnbereich, die jedoch nicht in Form einer Galerie ausgespielt, sondern nur als Luftraum erlebbar wird, der lediglich über ein inneres Fenster vom Kinderzimmer aus einsehbar ist. Ein verborgener Raum, der dem Haus an einer unerwarteten Stelle Höhe und Weite verleiht, der das schräge Dach in das räumliche Erleben einbezieht und das schlichte Äußere widerlegt. Das alles geschieht auf minimaler Fläche, im Mittelpunkt die Treppe, schneckenförmig der Gang ins Dach, und in der Wanne liegend schaut man über die Reben.

Konstruktiv handelt es sich um einschaliges Ziegelmauerwerk mit einem aufgesetzten Holzdachstuhl samt Zwischensparrendämmung und Lattung. Die Rinnen sind eingelegt, der Ortgang als mit Zinkblech gedeckte Attika ausgebildet, die Fallrohre laufen verdeckt. Stahlbetondecken mit schwimmendem Heizestrich sorgen für eine gute Schalldämmung im Innenraum, die Böden sind mit Jurakalkstein und Eichenparkett belegt, alle Wand- und Deckenoberflächen mit einem einlagigen Gipsputz versehen. Die einfachen Oberflächen kontrastieren das Spiel des Raumes, verbinden oben und unten und verweisen auf die lange Tradition sparsamen ländlichen Bauens.