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Doppelhaus, Waldbronn

Ort Waldbronn, St.-Gervais Ring
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter D. Häfner
Bauleitung J. Amann
Planung 2010 - 2011
Realisierung 2011 - 2013
Fotos S. Carlin
Wohnfläche 238 | 189 m2 
Nutzfläche 150 | 105 m2 
BRI 1499 | 1233 m3 
Leistungsphasen 1 - 9
Publikationen Cube Nr. 3/16, S. 24, Düsseldorf 2016

Ursprünglich als Einfamilienhaus geplant, entwickelte sich das Projekt durch das Interesse der Nachbarn zu einem Beispiel, wie zwei freistehende Häuser mit unterschiedlichen Raumprogrammen, Erschließungen und Grundrissen durch die grenzständigen Garagen so verbunden werden können, dass ein homogenes Ensemble in Form eines Doppelhauses entsteht.

Während das obere Haus dem Motiv des Sockelgeschosses mit aufgesetztem, röhrenförmigen Kubus folgt, ist im unteren, wesentlich größeren Haus eine Einliegerwohnung so in das Erdgeschoss integriert, dass sie mit dem Haupthaus wahlweise zusammengeschlossen oder von ihm getrennt werden kann.

Die Erschließung dieses Gebäudes erfolgt über eine zentrale Wohnhalle mit umlaufender Galerie, die zum Arbeiten und Spielen genutzt wird; drei Kinderzimmer und der Elterntrakt sind so um den gemeinsamen Luftraum gelegt, dass ein Höchstmaß an Intimität bei gleichzeitiger Offenheit der Grundriss-Struktur gewährleistet bleibt.

Das kleinere Haus, das die Ecke des Neubaugebietes besetzt, hat dagegen eine lineare Grundriss-Struktur und demzufolge auch eine einläufige Erschließung in Form einer Stahltreppe, die im räumlichen Gefüge eine eher untergeordnete Rolle spielt. Auch hier gibt es eine strikte formale wie inhaltliche Trennung zwischen dem Erdgeschoss, das den gemeinschaftlichen Bereichen vorbehalten bleibt, und dem privateren Obergeschoss.

Die schlichten Putzfassaden mit den charakteristischen Fensterbändern sitzen auf holzverschalten Sockelgeschossen, die zum Garten hin großzügig aufgeglast sind. Die ruhige Farb- und Materialwahl setzt sich in einer einfach gehaltenen, aber dennoch hochwertigen Innenausstattung beider Objekte fort. Wohngesunde Oberflächen aus natürlichen Materialien sorgen für eine lange Nutzungsdauer und geringen Verschleiß.

Das Experiment, zwei sehr unterschiedliche Häuser für zwei mittlerweile befreundete Familien so zu entwerfen, dass sie wie "aus einem Guss" erscheinen und damit die Heterogenität der umliegenden Bebauung etwas beruhigen, scheint gelungen. Besucher sind über die Verschiedenartigkeit der Innenräume oft erstaunt, wirken die Bauten doch von außen wie Geschwister - die ja schließlich auch oft genug höchst unterschiedlich ausfallen.