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Streuguthalle, Furtwangen

Ort Furtwangen, Triberger Straße
Bauherr Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Rottweil
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter A. Falk
Bauleitung G. Kuner
Planung 1998
Realisierung 1999
Fotos W. Janzer
Nutzfläche 375 m2 
BRI 858 m3 
Leistungsphasen 1 - 5
Bruttobaukosten 225000 €

Im Zuge der Umstrukturierung seiner Straßenmeistereien wurde für das Straßenbauamt Donaueschingen eine Streugutlagerhalle errichtet. Durch seine Lage an der Schwarzwald-Hochstraße unmittelbar am Ortseingang von Furtwangen kommt dem Bau eine besondere städtebauliche Bedeutung zu.

Während ursprünglich lediglich eine Typenplanung aus den siebziger Jahren überarbeitet werden sollte, entschied sich der Bauherr nach intensiven Diskussionen für den Vorschlag einer völligen Neukonzeption der Halle, nicht zuletzt, weil die extremen Witterungsbedingungen des Hochschwarzwalds besondere Anfornderungen an die baukonstruktive Ausbildung erforderten.

Der einfache, längsrechteckige Hallenkörper ist in seinen wesentlichen Teilen aus Holz errichtet, da dieses Material der Korrosionsgefahr durch das hauptsächlich eingelagerte Tausalz am ehesten widersteht. Aufgrund der großen Spannweite von zwölf Metern bei einer lichten Höhe von sechs Metern wurde eine Einspannung der Holzstützen unter Verwendung von Stahlprofilen notwendig. Das gerichtete Tragsystem besteht aus Holzstützen und Binderpaaren, die ein leichtes Foliendach tragen.

Die Fassade trägt dem gerichteten Tragsystem Rechnung; während die Längsseiten mit einer Stülpschalung aus unbehandeltem Lärchenholz belegt sind, betonen die Stirnseiten die Offenheit und damit die beliebige Addierbarkeit des Systems. Sie bestehen aus regelmäßig angeordneten Seekiefer-Sperrholztafeln, die hinter die Längsschalung zurücktreten und in der Seitenansicht nicht wahrgenommen werden. Ein Oberlichtbank markiert die Konstruktionsebene der Doppelbinder, geschützt durch den weiten Dachüberstand.

An den Stirnseiten zeigt sich die Konstruktion in allen Teilen, auch von innen bleibt die Unterkonstruktion in weiten Teilen sichtbar. Eine umlaufende Schüttwand nimmt den Druck des Streuguts auf und stellt den inneren Abschluss der Halle dar. Über ein großes Schiebetor, ebenfalls beplankt mit Holzplatten, ist die Halle für Streufahrzeuge befahrbar.