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Bürgerzentrum Tabakspeicher, Bietigheim

Ort Bietigheim, In den Stöckwiesen
Bauherr Gemeinde Bietigheim (Baden)
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter J. Hakenjos | S. Hübener
Bauleitung H. Schmitt
Planung 2004 - 2005
Realisierung 2006 - 2007
Fotos S. Baumann, bild_raum
Nutzfläche 1.165 m2 
BRI 4.900 m3 
Leistungsphasen 1 - 5
Bruttobaukosten 2.500.000 €

Eine baufällige Tabakfabrik, bestehend aus einem zweigeschossigen Mittelbau mit Satteldächern sowie zwei einfachen Stahlhallen, war umzubauen in ein Bürgerzentrum mit Probenräumen für die örtlichen Vereine. Aufgrund des knappen Budgets kam ein Abriss nicht infrage, stattdessen sollte soviel Substanz erhalten werden wie möglich.

Gleichwohl war es erforderlich, weite Teile zu überformen, auch, um eine deutliche Aufwertung des Äusseren zu erreichen. Schliesslich sollte der Eingriff eine städtebaulich bislang stiefmütterlich behandelte Randlage im Tiefgestade des am Rhein gelegenen Dorfes in ein attraktives Freizeitgebiet verwandeln.

Die beiden flankierenden Hallen wurden bis auf das Tragsystem aus Stahl entkleidet und mit einer neuen, wärmegedämmten Industriefassade versehen. Stirnseitig lässt eine transluzente Polycarbonatverglasung Licht bis tief in den Innenraum fallen, der durch eingestellte Serviceboxen für Umkleiden, Duschen, Toiletten und Nebenräume unterteilt wird.

Der fünfschiffige Mittelbau wurde im Erdgeschoss behutsam an die neue Nutzung angepasst. Eine zentrale Halle erschliesst wie eine Passage das in Leichtbauweise aufgesetzte Obergeschoss, das mit seiner leuchtend roten Plattenfassade zum Symbol des Bürgerzentrums und der ihm angelagerten Veranstaltungshallen und Sportplätzen wird. Die einläufige Treppe erschliesst die Probenräume, windmühlenflügelartig um den zentralen Luftraum angeordnet; sie lassen sich dank Leichtbauweise in ihrer Größe und Konfiguration einem wechselndem Bedarf anpassen. Auch die Hausmeisterwohnung findet hier Platz. Eine serielle Fassade aus Holz-Rahmen-Elementen und geschosshohen Verglasungen zeigt die innere Wandelbarkeit auch nach Aussen hin.

Die eingesetzten Materialien sind einfach, aber robust. In den beiden Hallen dominiert die alte Stahlkonstruktion, alle neuen Nutzungen sind nur eingestellt und gehen keine Verbindung mit der Gebäudehülle ein. Lediglich der Veranstaltungsbereich im Erdgeschoss, der auch über eine grosse Küche verfügt, wurde mit der Verwendung von Eichenholz im Ausbau massvoll aufgewertet. Ein Lichtobjekt aus stabförmigen Leuchten heisst die Besucher im Foyer willkommen und löst die Strenge der Anlage spielerisch auf.