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Alten- und Pflegeheim Paul-Gerhardt-Haus, Offenburg

Ort Offenburg, Amalie-Struve-Straße 2
Bauherr Paul-Gerhardt-Werke e.V.
Projektleitung M. Dürr
Bearbeiter J. Schmitz | E. Walter
Bauleitung M. Dürr
Planung 2001 - 2002
Realisierung 2003 - 2004
Fotos D. Altenkirch
Nutzfläche 5000 m2 
BRI 23.200 m3 
Leistungsphasen 1 - 9
Bruttobaukosten 9.600.000 €
Auszeichnungen Wettbewerb 1. Preis

Das Paul-Gerhardt-Haus liegt inmitten eines neu entstehenden Stadtteils auf dem Areal der alten Ihlenfeld-Kaserne. Umgeben von Wohnbauten, kulturellen Einrichtungen sowie Ladengeschäften ist das Haus optimal integriert in einen funktionierenden Stadtteil.

Städtebaulich reagiert der Neubau mit einer differenzierten Baumassenverteilung auf die Situation. Das Erscheinungsbild mit seiner stark gegliederten Struktur vermittelt nicht den Eindruck einer Institution, sondern einer Wohnanlage mit öffentlichen, halböffentlichen und privaten Bereichen. Die Wohnanlage besteht aus 4 Wohnhäusern, die durch einen Mittelbau verbunden sind. Jeweils 2 Wohnhäuser liegen westlich bzw. östlich an dieser zentralen Achse. Durch diese Gliederung entstehen zwei nicht ganz geschlossene Innenhöfe. Der westliche öffnet sich leicht, da sich eines der beiden Wohnhäuser hin zur Moltkestraße und deren begleitenden Bäumen ausrichtet, um so diesen parkähnlichen Baumbestand in den Hof mit einzubeziehen.

Auf der nördlichen Seite des Grundstücks prägt der Mittelbau als zentrale Achse der Gesamtanlage die Eingangssituation; sie ist symmetrisch aufgebaut. Die davor liegenden, den Platz säumenden Kavaliershäuschen verstärken diesen Eindruck, nehmen der Situation durch die Materialwahl Holz aber ihre Strenge.

Die zwölf Wohngruppen mit jeweils neun Bewohnern befinden sich in den vier angehängten Wohnhäusern. Der Grundriss ist angelegt wie eine Wohnung, bestehend aus Individualräumen, Wohn-Esszimmer mit Balkon bzw. Terrasse, Küche, WC und Nebenräumen. Den Bewohnern soll die Möglichkeit gegeben werden, in Form einer Wohngemeinschaft in einem überschaubaren, familienähnlichen Rahmen zusammenzuleben.

Ein weiteres Kriterium für die Wohnlichkeit ist die Farbgestaltung der Anlage. Zusammen mit der Bauherrschaft und unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Kuratorium Deutsche Altershilfe wurde ein Konzept ausgearbeitet, das einerseits farbliche Akzente in die Wohnbereiche bringt und andererseits zur Orientierung innerhalb der Anlage dient.

Der Neubau des "Paul-Gerhardt-Hauses" ist ein Alten- und Pflegeheim der neuesten Generation, gebaut mit dem Willen, die Errungenschaften der Pflege insbesondere auf dem Gebiet der Gerontologie baulich umzusetzen, ohne jedoch das Entscheidende zu vernachlässigen: das Wohnen betagter Menschen, angesiedelt zwischen Individualität und Gemeinschaft.

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