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Sozialstation Stutensee, Blankenloch

Ort Stutensee-Blankenloch, Bahnhofstraße 11
Bauherr Sozialstation Stuttensee-Weingarten
Projektleitung H. Baurmann
Bearbeiter J. Hakenjos | E. Kreikenbaum | S. Bauer
Bauleitung E. Jungmann
Planung 2004 - 2005
Realisierung 2005 - 2006
Fotos S. Baumann, bild_raum
Nutzfläche 470 m2 
BRI 1.940 cbm m3 (zzgl. Carport)
Leistungsphasen 1 - 9
Bruttobaukosten 780.000 €
Publikationen Umwelt & Energie Forum, Nr. 6/10, Seite 90, Worms
Bauen und Gestalten in der ev. Kirche in Baden 2000-2007
, Seite 31, Worms 2007

Die neue Zentrale der Sozialstation Stutensee-Weingarten liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu der ICE-Trasse Karlsruhe-Mannheim auf einem schmalen, langgezogenen Grundstück am Ortseingang von Blankenloch. Durch Bus und Tram bestens erschlossen, stellt sich der Bau selbst als ein Verkehrsbauwerk dar, da er neben den Büros für die Verwaltung auch zwanzig Stellplätze für die Fahrzeugflotte der Sozialstation umfasst. Es lag also nahe, das Thema Verkehr auch in der Gebäudestruktur aufzugreifen.

Der Bau bildet aus Schallschutzgründen einen hermetisch geschlossenen Rücken zu den Gleisen aus; darauf folgt eine einhüftige Anlage mit offener Erschliessung. Der grosszügige Empfangsbereich verbindet die unterschiedlichen Nutzungen auf zwei Ebenen und schafft für die hier tätigen Mitarbeiterinnen wie für die Pflegekräfte, die von aussen kommen, einen zentralen Anlaufpunkt. Ein separat erschlossener, abteilbarer Bereich im Erdgeschoss dient internen wie externen Veranstaltungen, Fortbildungen und Seminaren, während das Obergeschoss, erschlossen über eine einläufige Treppe am Ende der langen Raumflucht, die die ganze Anlage durchzieht, Verwaltungs- und Besprechungsbereiche sowie die Personalräume aufnimmt. Wie ein Kopf ist das Büro der Geschäftsleitung ausgebildet, das zugleich städtebaulich den Ortseingang markiert.

Als Teil der Gebäudestruktur prägen die überdachten Stellplätze wesentlich die Erscheinung des Baukörpers. Sie versinnbildlichen auf einfache Weise, dass für den Bürger die Sozialstation in erster Linie durch ihre Pflege und Hilfe bringenden Fahrzeuge präsent ist. Das Auto oder dessen Stellplatz wird hier nicht als notwendiges Übel, sondern als formgenerierendes Gestaltungsmerkmal integriert.

Die eingesetzten Materialien sind unter ökonomischen Gesichtspunkten, aber auch unter Zugrundelegung von Aspekten wie Nachhaltigkeit oder Stoffökologie ausgewählt: Eichenholz- und Schieferböden, Kalkputz, Ahornoberflächen der Möbel und viel Glas. Der enge Kostenrahmen wirkte in allen Bereichen disziplinierend. Eine klare, offene Gestaltung ohne Übertreibungen transportiert in nachvollziehbarer Weise das Dienstleistungsangebot und die Pflegekompetenz der Sozialstation.

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